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Das Guddy-Jahr 2010 startete mit einem neuen Konzept und mit neuen hauptamtlichen Mitarbeitern, die nunmehr verstärkt die Präventions-arbeit ins Haus brachte. Am 07. Mai 2010 wurde der Guddy-Treff 29 Jahre alt, was wir zum Anlass nahmen die Rauschbrille, ein Alkoholquiz und ein Film über das Komatrinken einzubringen. Mit Jugendlichen und Besuchern wurde verstärkt über das Thema Alkohol und deren Wirkung gesprochen und diskutiert.
Jedes mal, wenn „Ehemalige“ nach längerer Zeit mal wieder in den Treff kommen und sich neugierig umschauen, stellen sie erstaunt fest, wie viel sich doch seit „ihrer Zeit im Guddy“ verändert hat. Besonders stolz sind wir, dass es uns 2010 gelungen ist, unsere Teestube, mit tatkräftiger Unterstützung der Jugendlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter, umzustrukturieren und die „Sunny Bar“ am 13. November 2010 mit einer Party zu eröffnen. Nunmehr können unsere JiM´s Barkeeper ihr Können beim mischen, shaken und ausschenken der alkoholfreien Cocktails glänzen. Äußerlich hat sich wirklich viel verändert, aber die Ziele sind heute wie vor 29 Jahren die gleichen geblieben: Kindern und Jugendlichen zu helfen, ihren eigenen Weg ins Leben unabhängig von Sucht und Drogen zu finden und zu gehen; junge Menschen auf ihrem schwierigen Weg ein Stück weit zu begleiten, ihnen zuzuhören, ihre Frage zu beantworten, ihren Freiraum zu respektieren, ihnen in vielen Dingen auch Vorbild zu sein. Dazu stehen unsere Türen weit offen. Wer uns kennenlernen möchte,ist jederzeit herzlich eingeladen, uns einmal persönlich in der Damperhofstraße 26 (Hinterhofgebäude!) zu besuchen oder unsere ehrenamtlich geführte Homepage: www.guddytreff.de aufzurufen, die im letzten Jahr insgesamt 50.448 BesucherInnen mit über 99.408 Seitenaufrufen verzeichnen konnte. Besonders stolz sind wir, dass neue ehrenamtliche Mitarbeiter gewonnen wurden, die unser Team nunmehr ergänzen und verstärken. Herausheben möchten wir unter den vielen Einzelpersonen und Institutionen den Vorstand des Landesverbandes des Guttempler-Ordens Schleswig-Holstein e.V. Dieser hatte für unsere Belange stets ein offenes Ohr sowie eine helfende Hand übrig. Das gleiche gilt auch für die Landeshauptstadt Kiel, die unsere Einrichtung wie jedes Jahr gefördert hat. Termine/Anlässe/Veranstaltungen: 23.01.2010 Neujahrsfrühstück 13.02.2010 Fasching 13.03.2010 JiM´s Barkeeper Ausbildung 09.04.2010 Osterparty 17.04.2010 Guddy-Flohmarkt 07.05.2010 29-jähriger Guddy-Geburtstag 29.05.2010 Stadtteilfest in Mettenhof 13.06.2010 Suchtselbsthilfetag in Riddorf 17.06.2010 Veranstaltung: „Soziales darf nicht untergehen“ 09.07.2010 Schools-out-Party 30.07.-01.08.20210 Ferienfreizeit am Brahmsee ab 02.08.2010 Neugestaltung der Teestube mit „Sunny Bar“ 09.08.2010 farbliche Gestaltung des Guddy-Transporters 03.09.-05.09.2010 Paddeltour in Celle 08.09.2010 Veranstaltung: „Soziales darf nicht untergehen“ 11.09.2010 Drachenbootrennen 17.09.2010 Seminar „Ist Glück berechenbar?“ 22.10.2010 Apres-Drachenboot-Party 29.10.2010 Halloween-Party 13.11.2010 Sunny-Bar Eröffnung 13.11.2010 Eröffnung der Guttempler Kindergruppe „Guddy-Frösche“/ Piratenfest 26.11.2010 Ausstellung „Mache dir ein Bild“ 18.12.2010 Weihnachtsfeier 1.Jugendarbeit Unsere Jugendarbeit bildete auch in diesem Jahr wieder den Schwerpunkt unserer Arbeit. Unter dem Motto „Für Jugend – gegen Sucht“ steht alles auf dem Programm, was Kinder- und Jugendlichen Spaß macht, sie täglich aufs Neue in ihrer Entwicklung fördert und ihre Kreativität und Konfliktfähigkeit stärkt. Sie ist präventiv orientiert und stadtteilbezogen und beinhaltet eine Vielzahl offener Freizeit- und Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Altersbereich von 5 – 25 Jahren. Dabei ist das „Herz“ unserer Jugendarbeit der sogenannte „Offene Treff“, d.h. die Öffnungszeiten zu bestimmten täglich festgelegten Zeiten, in deren die Kinder und Jugendlichen die Räume, Ausstattung und Angebote des Jugendzentrums nach eigenen Vor-stellungen gestalten und nutzen können. In den Offenen Treff kommen Jugendliche zum FreundInnen treffen, gesund kochen, klönen, Musik hören, tanzen, spielen, austoben, Gitarre spielen, sich Luft machen, Rat und Hilfe holen … und und und.
In unserer “Kreativwerkstatt“ wurde auch 2010 regelmäßig mit viel Fantasie gemalt, gebastelt und gewerkelt, was das Zeug hält. Die Kids genießen es, im Guddy-Treff einen Ort zu haben, in dem sie auch mal mit Farbe kleckern dürfen, eine ganze Wand bemalen können oder nach Herzenslust zwischen 1000 Bastelkostbarkeiten stöbern können,um z.B. ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk selber zu basteln, anstatt immer nur zu kaufen. Einige Projekte und Veranstaltungen möchten wir nun ein wenig näher vorstellen: Public Viewing Juni - Die Fussball-Weltmeisterschaft hatte in Südafrika begonnen. Aber auch im Guddy-Treff sollte dieses Weltereignis gebührend gefeiert werden. Vor der WM hatten wir unsere Teestube weltmeisterlich mit selbstgemalten Länderfahnen geschmückt, sodass es niemandem schwer fiel in Fussballstimmung zu kommen. Wie es der Spielplan so wollte, fielen zwei der deutschen Spiele in unsere Öffnungszeiten. Also hatten wir unseren Treff kurzerhand in eine echte Public-Viewing-Zone verwandelt. In der Vorrunde wurde gegen Serbien gespielt. Dieses Spiel ging zwar verloren, aber die Stimmung im Treff ging bei den ca. 30 anwesenden und teilweise auch verkleideten Fans nicht sonderlich runter. Das zweite Spiel, welches wir im Guddy auf einer Großbildleinwand anschauen konnten, war das Viertelfinale gegen Argentinien und wurde nicht nur wegen des klaren Ergebnisses zu einem riesen Erfolg. Die Atmosphäre zwischen den knapp 40 Gästen war sehr ausgelassen. Bei alkoholfreien Cocktails, die unsere Barkeeper während der Public-Viewing-Aktionen ausgeschenkt haben und Bratwurst vom Grill mit Salat, wurde auch nach den Spielen eifrig diskutiert, geklönt und gefeiert. Schools- out- Party Als Einleitung für die großen Sommerferien hatten wir eine Feier am 09.07.2010, dem letzten Schultag geplant, die unter einem recht ungewöhnlichem Motto stand: „BALL VERDREHT“. Alle Mädchen kamen in Jungen-Outfits und die Jungen in Mädchen-Outfits. Dieses Motto wurde im Vorfeld eher belächelt, da kaum einer der Jugendlichen sich vorstellen konnte in den Kleidern oder Klamotten, des jeweils anderen Geschlechts, auf eine Feier zu gehen. Aber alle „Kritiker“ wurden an diesem Abend eines besseren belehrt, die Feier wurde ein voller Erfolg. Knapp 20 Jugendliche in ungewöhnlichen Kostümen feierten, quatschten, tranken alkoholfreie Cocktails und fanden sich in Gruppenspielen wieder. Lukas Stender ein Jugendlicher sorgte als Hobby-DJ an diesem Abend mit seinem Equipment für Musik, Licht- und Nebeleffekte. Zum Ende gab es noch ein besonderes Highlight: Die Modenschau, an der die mutigsten verkleideten Personen teilnahmen, um ihre Kostüme zu präsentieren. Dieses war der perfekte Abschluss eines gelungenen Abends. Sommerferienprogramm 2010 Da der Guddy-Treff die gesamten Sommerferien geöffnet haben sollte, mussten wir ein umfangreiches Programm für die Kids aufstellen. Jeder Tag hatte einen anderen Schwerpunkt, manchmal wurden auch mehrere Tage benötigt um die Aktivitäten oder Projekte durchzuführen. Die erste Woche wurde mit einer großen Wasserschlacht mit Wasserpistolen und Wasserbomben im Schrevenpark begonnen. Der Rest der Woche stand unter dem Motto „Backen wie die Meister“, wobei die Jugendlichen durch einen Bäckermeister in die Kunst des Backens eingeweiht wurden. Die zweite Woche stand komplett im Zeichen des Strandes. Jeder Tag wurde genutzt, um mit dem Rad, dem Förde-Dampfer und dem Bus, zu einem der vielen Strände Kiels zu fahren. Dort angekommen wurden Strandburgen gebaut, Volleyball und andere Strandspiele gespielt und natürlich wurde sich im kühlen Nass erfrischt. Die dritte Woche begann mit einem Ausflug nach Schwentinental, wo wir durch den Tierpark wanderten und anschließend ins angrenzende Freizeitbad gingen. Des Weiteren sind wir in dieser Woche auch noch in den neuen botanischen Garten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gefahren. Am Ende der Woche stand dann das große Brahmsee-Wochenende an, welches noch detaillierter aufgegriffen wird. In der vierten Woche musste dann ein wenig improvisiert werden, da wir die Geocaching-Tour (moderne Schatzsuche mit GPS-Sender) verschieben mussten. Die fünfte Woche sollte genutzt werden, um unseren Transporter optisch zu verändern. Hierfür gibt es aber auch einen ausführlicheren Bericht. Zu Beginn der letzten Woche haben wir eine Tour zum Hansapark unternommen. 12 Kinder und 3 Betreuer wurden eingepackt, um in Sierksdorf richtig viel Spaß zu haben. Leider hatte uns zwischenzeitlich das schlechte Wetter auch dort erwischt, doch am Ende hatte der Tag im Freizeitpark allen Beteiligten viel Freude bereitet. Ein weiteres Highlight dieser Woche war die Kanufahrt auf der Schwentine, an der 9 Jugendliche teilnahmen. Bei schönstem Wetter hatten wir uns a
Am Ende der Woche hatten wir dann noch das Tierheim Uhlenkrog besucht und uns einen Eindruck verschafft, unter welchen Voraussetzungen die Tiere dort leben. Umgestaltung des Guddy-Transporters Nach den erfolgreichen Renovierungsarbeiten in der Teestube war nun auch der Transporter an der Reihe. Aufgrund der verstärkten Öffentlichkeitsarbeit für unseren Jugendtreff, hatten wir entschieden, auch unseren roten Dienstleistungsbus komplett bunt umzugestalten. Dadurch erhoffen wir uns einen besonderen Wiedererkennungswert bei den Bewohnern in unserem und den umliegenden Stadtteilen. Unsere Jugendlichen durften sich nun endlich mal mit den überaus reizvollen Sprühdosen, unter Anleitung zweier erfahrener Hobby-Sprayer, austoben. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an Eskild und Thore, die uns ihre Kompetenzen gerne zur Verfügung stellten.
Als Erstes musste der Bus komplett abgeschliffen werden, also bekamen alle Jugendlichen Schmirgelpapier in die Hand und diese durften dann den Lack anrauen. Aber bevor
Dann war es soweit und die Kids bekamen endlich die Sprühdosen in die Hände, um unter fachmännischer Aufsicht unser neues „Guddy-Mobil“ in Form und Farbe zu bringen. Am Ende wurden mit eigens angefertigten Schablonen die Logos und Schriftzüge des Jugend-zentrums auf die Karosserie gesprüht. Dieses Projekt hatte am Ende insgesamt fast 5 ganze Tage in Anspruch genommen, dennoch ist das gewünschte Endprodukt weit übertroffen worden.
Drachenbootrennen Einmal im Jahr findet in der Kieler Hörn das Drachenboot-Fun-Cup-Rennen der Ellerbeker Turnvereinigung von 1886 e.V. statt. Und dieses Mal sollte auch der Guddy-Treff daran teilnehmen. Da bei dieser Veranstaltung der Spaß im Vordergrund steht und eine Kostümierung erwünscht ist, haben wir uns entschieden, für jedes Teammitglied ein Team-Shirt anzufertigen. Selbstverständlich durfte auch ein Name nicht fehlen. Die „Guddy-Chaoten“ waren geboren. 2 Wochen vor unserem großen Rennen wurde ein Training in einem Drachenboot organisiert, so dass wir grundlegende Regeln erlernen konnten. Ungefähr 20 Paddler fanden sich am 28.08.2010 am ETV-Kanuheim an der Schwentinemündung ein, um sich (teilweise zum ersten Mal) in ein Paddelboot zu setzen. Dann war es soweit. Am 11.09.2010 schritten knapp 30 Teamkollegen, darunter Jugendliche, Mitarbeiter und Angehörige, voller Tatendrang und bei bestem Wetter Richtung Hörn, um sich mit 114 anderen Mannschaften zu messen. Rund um die Hörn entstand ein Dorf von Pavillons, wo fast jedes Team zwischen 9:30 Uhr und 18:00 Uhr ein zu Hause fand. Auch wir hatten uns ein Pavillon mit Sitzbänken und Buffet eingerichtet, um einen festen Treffpunkt und Rückzugsort zu haben. Dort wurde den ganzen Tag gefeiert, gelacht und getanzt. Vor jedem Rennen wurde ein Motivationsritual angestimmt, damit wir mit vollem Einsatz und unter dem Team-Jingle „Thunderstruck“ von AC/DC zum Sta
Insgesamt hatten wir 3 Rennen über 200m zu absolvieren, bei denen wir uns jeweils gegen 5 andere Teams behaupten mussten. Beim entscheidenden letzten Rennen konnten wir einen knappen Sieg einfahren und uns in der Gesamtwertung auf den 49. Platz schieben, der aufgrund unserer bunt zusammengesetzten Mannschaft, von uns gebührend gefeiert wurde. Dank der tollen Stimmung, des weitgehend tollen Wetters, der tollen Verpflegung und vor allem der tatkräftigen Unterstützung der Eltern wurde dieser Tag ein ganz Besonderer im Jahr 2010.
Und eines stand bei allen schnell fest: Im nächsten Jahr sind die Guddy-Chaoten definitiv wieder dabei. Als kleines Dankeschön, für die Hilfe aller beteiligten Person unserer Mannschaft, hatten wir eine Apres-Drachenboot-Party organisiert. Rund einen Monat nach dem Rennen, am 22.10.2010, versammelten sich alle Guddy-Chaoten im Jugendtreff, um das Geschehende Revue passieren zu lassen. Begonnen wurde dieser Abend mit einem großen Buffet, zu dem jeder einen kleinen Snack beisteuerte. Im Anschluss wurden die geschossenen Fotos vom Drachenbootrennen mit Hilfe eines Beamers an der Wand als Dia-Show gezeigt, während sich der restliche Abend in alt bewährten munteren Gruppenspielen verlief. Folgend möchten wir zwei kleine Berichte von zwei unserer Jugendlichen vorstellen: Ferienfreizeit am Brahmsee Dieses Jahr war es so weit. Das Guttempler- Jugend-Zentrum ist mit seinen Jugendlichen zum Brahmsee gefahren, um Spaß zu haben und sich auf das Drachenboot-Fun-Cup-Rennen vorzubereiten. Das Waldheim am Brahmsee war vom 30.07.2010 bis zum 01.08.2010 unser zu Hause. Es hat das ganze Jahr über geöffnet und ist nicht weit von Kiel entfernt. Das 11 ha große Wald- und Wiesengelände hat viel zu bieten, z.B. 2 Badestellen, Kinderspielplätze, Feuerstellen, Volleyball- und Fussballplätze, uvm. Das Waldheim besitzt 3 große Ferienhäuser, 4 kleine Ferienhäuser, 2 Blockhäuser-Gruppen und 5 ver-schieden große Zeltplätze zum übernachten. Folgendes haben wir dort erlebt und gemacht: Freitag: Nach dem Treffen um 13 Uhr im Guddy und der anschließenden Besprechung, kamen wir um 14:15 Uhr im Waldheim an. Der freundliche Leiter, der darauf Bestand alle seine Gäste höchstselbst in Empfang zu nehmen, traf sich mit uns in unserem Ferienhaus. Er erzählte noch ein bisschen über irgendwelche Regeln, die nicht in der Hausordnung standen und überließ uns dann unserem Schicksal. Dann erfolgte die Zimmerverteilung, von den insgesamt 14 Jugendlichen und 4 Betreuern. Danach wurde das Gelände erkundet.
Darauf folgte ein Abendbrot mit überdimensional großen Brotlappen. Nach dem Abendbrot sind wir zu einer der Feuerstellen gegangen, um Stockbrot zu machen und uns am Feuer zu unterhalten. Der allseits sympathische Leiter hat uns gezeigt, wo die Feuerstelle war und wie man ein Feuer macht. Danach war Nachtruhe. Samstag: In aller Herrgottsfrühe, also um 8 Uhr gab es Frühstück mit mutierten Brötchen. Danach hatten wir Freizeit bis 9:30 Uhr. Dann wurden die Kanus geholt, in Begleitung von einem wenig erfreut aussehenden Mann. Als wir dann nach leicht planlosem rausholen und zum Wasser schleppen der Kanus, am Brahmsee waren stellten wir fest, dass nur Platz für 6 Jugendliche war und 10 paddeln wollten. Also blieben 4 am Ufer mit einem Betreuer. Notgedrungen, um zu beweisen, dass auch sie gerne Wassersport betreiben, gingen diese 4 im kalten Gewässer des Sees baden. Und siehe da, unser aller Freund tauchte mit einer Behinderten-Gruppe auf. (Anmerkung: Man sollte von den Behinderten in seiner Umgebung wissen und diese auch tolerieren, aber sie nicht für komplett doof halten und immer noch als menschlich behandeln.) Nach einem, in Relation zu Strecke, großen Zeitaufwand für den Rücktransport der Kanus, gab es dann Chilli con Carne zum Mittag. Die danach ausstehende Freizeitaktion war Badminton. Das hat den Beteiligten bestimmt Spaß gemacht. Als Sebastian und Kai, der B
Nach dem Essen haben alle Jugendlichen eine Party veran-staltet, wo sich die Betreuer rausgehalten und alles durch ein Fenster von draussen aus beobachtet haben. Es gab eine Masse an Salzstangen und Früchte-Tee und dazu manchmal äußerst ungewöhnliche Musik. Die Party wurde bis um 24 Uhr erweitert, weil eine hier nicht zu erwähnenden und genauer definierenden Person Geburtstag hatte. Danach gingen alle Jugendlichen ins Bett und die Betreuer haben noch ein wenig und leise auf uns aufgepasst.
Sonntag: Mitten in der Nacht, also um 7 Uhr wurden wir geweckt und wurden zum bzw. ins überaus kalte Wasser des Brahmsees getrieben (Anmerkung der Redaktion: „Frühsport für müde Geister“). Danach gab es Frühstück. Nach dem wir gefrühstückt und uns unterhalten hatten, wie toll es war, mussten wir leider packen und das Haus in Ordnung bringen.
Das nächste Mal fahren wir eine Woche, weil es so überaus schön war. Wir freuen uns auf das nächste Mal und fahren wieder mit. Geschrieben von: Hille (12) René (16) Paddeltour in Celle Am 03.09.2010 war es endlich soweit. Das Guttempler-Jugend-Zentrum ist mit seinen Jugendlichen nach Celle gefahren zur Paddeltour. Die Tour war vom 03.09. bis zum 05.09.2010 und in dieser Zeit hatten wir im Guttempler Haus Celle übernachtet. Folgendes haben wir erlebt: Wir hatten uns am Freitag um 14 Uhr im Jugend-Zentrum in Kiel getroffen und sind dann um 15 Uhr abgefahren. Es gab drei Fahrgruppen und davon waren zwei mit Jugendlichen vollgestopft und die dritte war vollbeladen mit unserem ganzen Gepäck. Bei der Fahrt hatten wir sehr viel Spaß. Wir hatten laut Musik gehört und dazu laut mitgesungen, uns gegenseitig Geschichten erzählt, uns unterhalten und ein paar wenige hatten geschlafen. Das lustigste an der Fahrt war, dass sich alle drei Fahrgruppen, ohne besprochen zu haben, bei der selben Raststätte getroffen hatten. Es war eine lange Fahrt, die ungefähr 4 1/2 Stunden ging. Als wir im Guttempler Haus in Celle angekommen sind, wurden wir herzlich empfangen. Kurz darauf gab es Nudeln mit Bolognese-Sauce zum ''Abendbrot''. Bevor wir gegessen hatten, hatten wir eine Kennlern-Runde gemacht und nach dem Essen hatten wir uns unterhalten und Spiele gespielt. Danach hatten wir per Leinwand und Beamer ''Avatar-Aufbruch nach Pandora'' geguckt. Viele sind bereits im Film eingeschlafen. Samstag sind wir um 8 Uhr aufgestanden, hatten uns fertig gemacht. Das schlimme war, dass wir dort nur zwei Toiletten mit jeweils einem kleinen Waschbecken hatten und keine Duschen. Um 8:30 Uhr hatten wir ungefähr eine 3/4 Stunde lang gefrühstückt. Danach hatten wir für uns Lunch-Pakete gemacht und uns fertig gemacht für die Paddeltour auf der Örtze. Um 10:30 Uhr sind wir zur Örtze gefahren, damit wir um 11 Uhr auf dem Wasser sein konnten. Die Boote hatten wir direkt an unserer Einlegestelle gemietet. Viele unserer Boote hatten sich bereits schon direkt am Anfang gedreht und/oder sind in Büsche gefahren. Das war sehr lustig. Wir sind ungefähr 6 km auf der Örtze gefahren und hatten ungefähr fünf Stunden dafür gebraucht. Auf der Örtze ist es nicht einfach zu fahren, weil es ein Natur-schutzgebiet ist und wenn Bäume ins Wasser fallen, bleiben sie dort auch liegen und das Gestrüpp am Rand wächst immer mehr, sodass man an machen Stellen so gerade mit einem Kanu durchkommt. Gerade deswegen macht das Paddeln auf der Örtze auch soviel Spaß. Zudem war die Strömung diesmal sehr stark, weil die Örtze 1,50 m Hochwasser hatte. Jedes Boot hatte sich mindestens einmal festgefahren, gedreht und ist ins Gebüsch gefahren, aber es macht Spaß und ist lustig. Alle hatten sich sehr gewundert, weil nicht ein einziges Boot umgekippt bzw. gekentert ist. Dies lag sicherlich auch daran, dass die Paddler im Boot sich zu einem Team gefunden haben. Als wir angelegt hatten, sind manche von uns ins 6 °C kalte Wasser gesprungen und hatten gebadet. Wir hatten einmal ein paar verrückte Jugendliche unter uns ;-). Zurück im Guttempler Haus in Celle, waren wir alle fertig und kaputt. Zur Stärkung und zum Abendessen gab es Grillwurst, Grillfleisch, Salat und Brot. Wir hatten lange gegrillt und gegessen und hatten sehr viel Spaß dabei. Es war sehr lecker. Danach hatten wir noch ''Madagascar 2'' und ''Der Kautions-Cop'' geguckt. Die meisten sind schon während des ersten Filmes eingeschlafen. Am Sonntag war es leider wieder Zeit nach Hause zu fahren. Wir sind um 8:30 Uhr aufgestanden und hatten um 9 Uhr gefrühstückt. Danach hatten wir unsere Sachen gepackt und alles sauber gemacht und aufgeräumt. Da wir so schnell fertig waren, durften wir noch auf den Spielplatz, der direkt nebenan ist. Um 11 Uhr hatten wir uns traurig verabschiedet und sind gefahren. Die Rückfahrt war ziemlich ruhig, da viele noch kaputt vom paddeln waren und geschlafen haben. Zwischendurch haben wir noch einen kleinen „Stopp“ eingelegt, um uns zu stärken. Um ca. 14:30 Uhr sind wir wieder in Kiel angekommen. Fazit: Die Fahrt war sehr schön und hat sehr viel Spaß gemacht und wir freuen und schon auf nächstes Jahr und kommen wieder mit. Geschrieben von: René (16) 1.2. Kindergruppe Seit April 2010 können Kinder zwischen 5-11 Jahren wieder 2 x pro Woche die Kindergruppe des Guttempler-Jugendzentrums besuchen. Jeden Donnerstag und Freitag zwischen 15.00 Uhr – 17.00 Uhr können sie gemeinsam mit den Betreuerinnen Petra und Corinna basteln, spielen, entdecken und tanzen.
Bei gutem Wetter sind sie häufig auf dem Spielplatz oder auf den Rasenflächen des Schrevenparks anzutreffen. Dort wird z.B. das Balancieren auf der Slack-Line geübt, um dadurch das Selbst-vertrauen der Kinder
Der Toberaum im Guddy wird bei schlechterem Wetter dann sehr gerne für Kinder- u. Bewegungsspiele genutzt. Dabei spielt der Einsatz von Musik eine große Rolle. Über das Jahr 2010 wurden kleinere und größere Aktivitäten durchgeführt: - kreatives Basteln in der Holzwerkstatt - anfeuern der Guddy-Chaoten beim Drachenboot-Fun-Cup-Rennen - herstellen von Girlanden aus selbst gesammelten und getrockneten Blättern, Eicheln u. Bucheckern - Plätzchen backen in unserer Weichnachtsbäckerei Besonders zu erwähnen wäre noch das Piratenfest, was durch die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter organisiert und durchgeführt wurde. Es mussten knifflige Fragen zur Ordnung und Sauberkeit eines Guddy-Piraten beantwortet werden. Eine Piraten-prüfung durfte da allerdings auch nicht fehlen, die dann zum Schatz führte. Der Piratentag wurde dann mit dem genüsslichen Verzehr eines riesigen Obsttellers und die Übergabe des Piraten-Zertifikat zum Abschluss gebracht. Zum Abschluss des Jahres kam auch noch der Weihnachtsmann ins Guddy, wo wir sehr liebe und ordentliche Kinder beobachten konnten, die dann ein Geschenk mit nach Haus nehmen durften. Rückblickend haben wir ein erfolgreiches 1. Jahr unserer Kindergruppe erlebt. 2. suchtspezifische Veranstaltungen Das Thema „Sucht“ geht alle an. Suchtmitteln und Konsumdruck begegnen wir überall und rund um die Uhr: im Supermarkt, bei privaten und öffentlichen Feiern, in der Clique, auf Klassenfahrt, allein zu Hause... Gezielte Informationen über mögliche Formen von Sucht / Suchtentstehung helfen Jugend-lichen, die Risiken kennenzulernen und abzuwägen. Sie lernen, Bezüge zu sich selbst und der eigenen Lebenssituation (Selbsterfahrung) herzustellen und sich mit anderen Menschen über diese Fragen aktiv auseinandersetzen (Diskussion). Wichtig ist auch, dass die Jugendlichen ansatzweise das vorhandene Hilfesystem (Beratungs-stellen, Therapieeinrichtungen, Selbsthilfegruppen...) kennenlernen und sich mögliche Ressourcen und Hilfemöglichkeiten im persönlichen Lebensumfeld erschließen (Verwandte, Freunde, LehrerInnen, BetreuerInnen...). Leider sind geeignete Personen für solche Veranstaltungen immer schwerer zu finden. Wenn es den Jugendlichen Spaß gemacht hat und sie ein bisschen schlauer und nachdenklicher als vorher nach Hause gehen, dann haben wir unser Ziel erreicht. Besonders möchten wir erwähnen, dass es
Mit Infostand, kalten alkoholfreien Getränken, Gemüsesticks, Bratwürsten, Umfragen zum Stadtteil, Alkoholquiz und Rauschbrille haben wir auf uns Aufmerksam gemacht und konnten durch Mithilfe unserer Jugendlichen mit vielen jugendlichen Besuchern in Kontakt treten. Wir hatten die Möglichkeit in 2010 drei unserer Jugendlichen zur JiM´s Barkeepern durch die LSSH ausbilden zu lassen. René (mit Hilfe der Redaktion möchte) nun kurz die Ausbildung Revue passieren lassen: Am 13.03.2010 absolvierten 3 Jugendliche aus dem Guddy die JiM’s Barkeeper Ausbildung von der Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein e.V., kurz LSSH.
Die Ausbildung, welche in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert war, fand von 9:00- 17:00 Uhr in den Räumlichkeiten des RBZ1 in der Gellertstraße statt. Begonnen wurde mit einer kurzen Vorstellungsrunde, bevor es an die Theorie ging. Im theoretischen Teil wurde dann hauptsächlich das Thema Sucht in Bezug auf Alkohol, mit Unterthemen wie z.B. Suchtverhalten, Suchtvorbeugung, Suchtkreislauf behandelt. Nachdem dieses Thema beendet wurde, ging es um die Hygiene des Barkeepers, das Verhalten hinter der Bar, die Gesprächsführung mit einem Kunden und die Vermittlung des Hauptmottos „Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben“. Nach dem Mittagessen bekamen die Jugendlichen eine Schürze und ein T-Shirt ausgehändigt und es wurde ihnen das gesamte Equipment gezeigt, welches ein Barkeeper bei der Arbeit so braucht. Anschließend begann der praktische Teil, welcher auf drei Stationen aufgeteilt war: Cocktails mit Kohlensäure, Cocktails mit Sahne und Cocktails die man shaked. Nachdem alle Stationen in Kleingruppen durchlaufen, alle relevanten Cocktails ausprobiert und ihnen die Bedienung des Cocktailwagens gezeigt und erklärt wurden, ist die Ausbildung mit einer Feedback-Runde und der Verteilung der Zertifikate abgeschlossen worden. Ein weiterer wichtiger Termin war der 13.06.2010, an diesem Tag fand in den Fachkliniken in Riddorf der 11. Suchtselbsthilfetag statt. Selbstverständlich hatte sich dort auch das Guttempler-Jugend-Zentrum mit einem Infostand vor den knapp 100 meist selbst ehrenamtlich engagierten Besuchern präsentiert. Des Weiteren hatten sich auch noch andere Selbsthilfegruppen des Landes Schleswig- Holstein vorgestellt. Nach der Begrüßungsrede, einer Andacht und Vorträgen zu verschiedenen Thematiken der Suchthilfe, fanden am Nachmittag noch drei separate Arbeit
Auch unsere neu ausgebildeten JiM´s Barkeeper hatten diese Möglichkeit genutzt, um sich mit dem JiM´s Barwagen zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zu präsentieren und um alkoholfreie Cocktails zu mischen und auszuschenken. Unser Infostand, die von uns geleitete AG: „Wo fängt Prävention an?“ und vor allem aber die JiM´s Barkeeper waren an diesem Tag ein voller Erfolg und erhielten viele positive Resonanzen.
3. Beratung Primärprävention ist wichtig und notwendig. Aber was ist, wenn es schon Probleme gibt—eigene oder bei Angehörigen, FreundInnen, Be-treuten? Oft genug brauchen Jugendliche und ihre Angehörigen Rat und Hilfe bzw. Hilfe zur Selbsthilfe. Wir bieten psychosoziale und sozialrechtliche Beratung an, vermitteln an Kliniken und andere Beratungsstellen und übernehmen ggf. das Be-ratungsverfahren zur Kostenüber-nahme einer Entwöhnungsbehandlung. Im Jahr 2010 haben insgesamt 214 Termine mit namentlich bekannten oder anonym gebliebenen Hilfesuchenden stattgefunden. Die Beratungskontakte durch externe Ratsuchende ergaben sich durch Veröffentlichung unserer Adresse und Telefonnummer in Regional-zeitungen und Beratungsführern, aber auch durch Vermittlung über andere beteiligte Hilfestellen und Einrichtungen, z.B. Gericht, ASD, Bewährungshilfe. Gerade im letzten Jahr ergaben sich aus dem Bereich der offenen Jugendarbeit heraus immer wieder Anlässe für Gespräche und Unterstützung einzelner Jugendlicher, die sich in Krisensituationen befanden. Dabei handelte es sich meistens um Probleme in der Schule, am Arbeitsplatz, mit den Eltern oder dem/der FreundIn, um den problematischen Umgang mit bestimmten Verhaltensweisen bzw. Suchtmitteln, oder um Fragen aus dem Bereich des Jugendschutz-, Jugendhilfe– und Sozialrechts. Neben dem Thema Sucht ging es 2010 in den Beratungskontakten vermehrt um Beziehungsfragen und Probleme rund um Familie, Schule und Freundeskreis. Die Intensität (Häufigkeit) und Dauer der Beratungskontakte variiert sehr stark: viele Beratungen fanden telefonisch statt; in diesen Fällen bleibt der/die Hilfesuchende meist anonym, und oftmals bleibt es bei einem einmaligen Anruf. Manche schaffen es nach der telefonischen Kontaktaufnahme und der Verab-redung zu einem persönlichen Gespräch nicht, die „Schwelle“ zu unserer Einrichtung zu überwinden. Andere Beratungen überdauern mehrere Monate. Ebenso unterschiedlich ist der Kreis der Personen, die sich ratsuchend an uns wenden: fast ebenso häufig wie Eigenbetroffene– oder Angehörige (besorgte Eltern, Ehe-) PartnerInnen, FreundInnen, in Einzelfällen auch wieder der ein oder die andere ratlose LehrerInn unsere Hilfe, um geeignete Verhaltens-strategien im Umgang mit Suchtmittelkonsum ihrer SchülerIn-nen zu entwickeln. Manchmal rufen uns auch SchülerInnen an, die im Rahmen einer schulischen Aufgabe fachliche Informationen zum Thema Sucht/Therapie recherchieren müssen. In unserem Beratungsalltag haben wir es auch immer wieder mit „Beratungsweisungen“ zu tun, bei denen Jugendliche oder Heranwachsende nach Straftaten gezielt vom Gericht zu Gesprächen in unsere Einrichtung geschickt werden oder entsprechende Bewährungs-auflagen zu erfüllen haben. Die Gesprächsmotivation dieser Jugendlichen und Heran-wachsenden ist meistens ent-sprechend gering. Vor allem in diesen schwierigen Beratungs-Settings mit straffälligen Jugendlichen arbeiten wir prinzipiell nach den Grundsätzen des Motivational Interviewing (Miller/Rollnick), um vorhandene Widerstände zu verringern. Wenn diese Jugendlichen so viel Vertrauen fassen, dass sie sich auf eine erste ehrliche Auseinandersetzung mit sich und ihrem Konsumverhalten einlassen und eine Standortbestimmung vornehmen, dann ist aus unserer Sicht schon viel erreicht worden. Auch die Betreuung auflagenbeschwerter Jugendlicher oder Heranwachsender beinhaltet meistens eine mehrstündige Beratungstätigkeit. Erst wenn die richterlich verordnete „Strafarbeit“ (mit unserer Hilfe) als Konsequenz für bestimmte Verhaltensweisen ge-sehen wird, kann sie von den Jugendlichen verstanden werden und präventiv wirken. 4. Weitergehende Unterstützung im Rahmen der Einzelhilfe Dieser Bereich fand 2010 vor allem in Form von Haus– und Klinik-besuchen, sowie als konkrete Unterstützung in Problemsituationen (z.B. Begleitung zu Kliniken und zu Behörden, bei Verhandlungen mit Banken und anderen lebens-praktischen Problemen) statt und ergab sich oftmals aus Beratungskontakten. Einzelfallhilfe ergab sich auch aus der Suche nach Arbeitsstellen, Vermittlung von Praktika in Betrieben, praktische Unterstützung bei Wohnraum– und Einrichtungs-beschaffung sowie Hilfe bei der Schuldenregulierung. 5. Straffälligenhilfe: Vielen ist nicht bewusst, wie betreuungsintensiv die Anleitung und Begleitung von Jugendlichen und Heranwachsenden mit Arbeits-stunden ist. Immer wieder kriegen wir zu hören: „Ist doch toll, die arbeiten umsonst für euch.“ Theoretisch ist das so, aber praktisch leider nicht. Auf jeden Jugendlichen, der uns bei Renovierungs– und Putzarbeiten im Haus wirklich eine Hilfe ist, kommen mindestens drei, die nicht wissen, was ein Feudel ist, wie man einen Pinsel hält oder einen Staubsauger benutzt —und die natürlich auch überhaupt keine Lust darauf haben, dies zu lernen und entsprechende Aufsicht brauchen. Die Einsatzbereiche dieser Jugendlichen und Heranwachsenden sind das Jugendzentrum selbst, wo 2010 26 DelinquentInnen (6 junge Frauen, 20 junge Männer) unter fachlicher Betreuung und Anleitung ihre Arbeitsstunden ableisten, Gespräche mit den MitarbeiterInnen führen und bei Bedarf Rat und Hilfe in Krisensituationen erhalten konnten. Insgesamt wurden 2010 auf diese Art 1067,5 Stunden bei uns abgeleistet und betreut. Die tatsächlich abgeleisteten Arbeits-stunden sind nur ein Bruchteil der gerichtlich auferlegten Stunden. Viele der betroffenen Jugendlichen und Heranwachsenden haben große Probleme damit, die mit dem Ableisten der Stunden verbundenen Anforderungen überhaupt zu erfüllen (Ausdauer, Verbindlichkeit, Freiheit von Alkohol und Drogen während des Aufenthalts im Jugendzentrum). Umso erfreulicher ist es, wenn bei uns „strafarbeitende“ Jugendliche bekunden, dass sie sich „trotzdem“ bei uns wohlfühlen, sich Rat und Hilfe holen und auch über die Ableistung der Stunden hinaus einige Zeit mit uns in Kontakt bleiben. Wenn es sinnvoll war, haben wir an zuständige Hilfeeinrichtungen weiter verwiesen bzw. den Erstkontakt hergestellt. Inwieweit dieses Angebot wahrgenommen wurde, hing allerdings von den Jugendlichen ab. 6. Selbsthilfe Im Rahmen einer sinnvollen Therapie-Nachsorge sind Selbsthilfegruppen unerlässlich. Die Selbsthilfegruppen im Jahr 2010 konnten weiter ausgebaut werden. Im Guttempler-Jugendzentrum treffen sich wöchentlich zwei Selbsthilfegruppen und eine Gesprächsgruppe. Die Selbsthilfe ist auf ehrenamtlicher Basis organisiert und wird von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen geleitet. In vielen Fällen konnten wir Menschen bei der Gestaltung ihrer abstinenten Lebensweise mental und/oder praktisch unterstützen. So zum Beispiel bei der Lösung von Alltagsproblemen aller Art (Wohnungssuche/ finanziellen Schwierigkeiten, Kontaktlosigkeit, Stigmatisierung, Lebensziele finden, Umgang mit Ämtern usw.). Für viele ist das Guttempler-Jugend-Zentrum ein verlässlicher Anlaufpunkt. Es ist ein Ort für die Sorgen und Freuden des Lebens oder einfach nur ein Ort zum Reden, die Wäsche waschen, eine Tasse Kaffee trinken, Frust loswerden oder sich zu bedanken oder … Zudem sind wir stolz, dass ein Mitglied der Guttempler-Gemein-schaft der „Kieler Sprotten“ ihr 25-jähriges Jubiläum im Jugendzentrum feierte.Im Rahmen unserer Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft der Abstinenzverbände (Blaues Kreuz i. d. ev. Kirche, Blaues Kreuz in Deutschland, Freundeskreis der Suchtkrankenhilfe, Guttempler in Schleswig-Holstein) konnten wir im Fachausschuss Selbsthilfe der LSSH mehr aktiv mitarbeiten wie in den vergangenen Jahren. Zusätzlich zu der Guttempler-Selbsthilfegruppe „Dock 26“, und dem Familien-Club, die sich jeweils einmal wöchentlich in den Räumen des Jugendzentrums treffen, gibt es seit April 2007 das Angebot „Drugbusters“ - eine Freizeit- und Gesprächsgruppe speziell für junge Menschen bis 30 Jahre. 2010 fanden zu dem Termin immerhin bereits einige Klein-gruppengespräche, sowie regelmäßig Einzelsitzungen statt. Die Resonanz reichte allerdings immer noch nicht für regelmäßige Gruppentreffen aus. 7. Fortbildungen Zur Stärkung der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeit wurde wieder ein Wochenendseminar durchgeführt. Für Ehrenamtliche und Hauptamtliche bestand die Möglichkeit an Tagesfortbildungen, Ausbildung zur Suchtpräventions-kraft der LSSH und des Ministeriums für Soziales, Gesund-heit, Familie, Jugend und Senioren. Außerdem wurden Fortbildungen in den Landesverbänden des Blauen Kreuz i. d. ev. Kirche, des Freundeskreis und der Guttempler in Schleswig-Holstein auch 2010 regelmäßig besucht. 8. Kooperation In diesem Jahr hat sich die Zusammenarbeit mit Kieler Organisationen und Einrichtungen, die soziale Aufgaben wahrnehmen, gut entwickelt Diese Kooperationspartner sind: -Guttempler in Schleswig-Holstein -Guttempler Hausverein (Körnerstraße 7) -Sozialtherapeutisches Übergangswohnheim (Körnerstraße 7) -Arbeitsgemeinschaft Kieler Guttempler -Dock 26 – Guttempler Gemeinschaft -Paritätischer Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e.V. -Ämter für Familie und Soziales aller Stadtteilzentren -Landesstelle für Suchtfragen Schleswig - Holstein e. V. (LSSH) -Frauenberatungsstelle & Tagestreff der Ev. Stadtmission Kiel in der Damperhofstraße -Ellerbeker Turnvereinigung von 1886 e.V. 9. Spenden Wenn Sie von dem, was sie gelesen haben angetan sind, ebenfalls festgestellt haben, dass Prävention Geld kostet und sich nun fragen, wie man das Guttempler-Jugend-Zentrum unterstützen kann – ganz einfach: Durch eine Spende, und sei sie auch noch so klein. Spenden aller Art (Geld, Material, Arbeitskraft) sind weiterhin sehr wichtig für uns. Gerne nehmen wir auch Beiträge z. B. von Firmen oder Institutionen entgegen, und selbstverständlich stellen wir auf Wunsch Spendenbescheinigungen aus, die steuerabzugsfähig sind. Herzlichen Dank im Voraus! Bankverbindung: Guttempler-Jugend-Zentrum Kiel e.V. Kieler Volksbank Kto.-Nr.: 90070500 BLZ: 21090007
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