Guddy05
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Nikotin

 

Das beim Tabakrauchen freigesetzte Nikotin verändert zwar Bewusstseinszustände nicht derartig deutlich spürbar wie andere Suchtmittel, es kann aber durchaus als Genussdroge betrachtet werden.
Beim Erstkonsum oder dem Rauchen "auf Lunge" nach längerer Abstinenz lässt sich eine Art "Mini-Rausch", d.h. Wirkungen wie Schwindelgefühl, leichte Benommenheit sowie milde Euphorie feststellen. Allerdings sind diese Wirkeigenschaften eben nur schwach ausgeprägt und von kurzer Dauer. Ferner bleibt nach der Gewöhnung an das Nikotin von diesem Erleben nichts als der grobe Eindruck von Beruhigung und/oder Anregung (beides ist möglich aufgrund der Stimulation verschiedener Gehirnzentren).
Nach statistischen Erhebungen sind etwa ein Drittel aller Raucher süchtig. Dies äußert sich in deutlicher psychischer Abhängigkeit sowie zum Teil auch körperlicher Abhängigkeit, also Entzugserscheinungen beim Aussetzen des Rauchens. Hinlänglich bekannt sein dürften Risiken im Bereich Herz-Kreislauf sowie hinsichtlich bestimmter Krebserkrankungen durch chronischen Nikotinkonsums. Die gesundheitlichen Schädigungen sind zwar keine direkte Folge des Nikotinmissbrauch, jedoch anderer Bestandteile im Tabakrauch wie Teer oder Schwermetalle.

Es gibt ca. 18 Millionen Raucher in der Bundesrepublik. Ungefähr 100.000 Menschen sterben jährlich an den Folgeschäden des Rauchens.

 

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