|
Psychoaktive Pilze
Hierzu zählen insbesondere der Fliegenpilz mit den Wirkstoffen Muscimol, Musacarin und Ibotensäure, der Spitzkeglige Kahlkopf und die Familie der Düngerlinge mit dem Wirkstoff Psylocibin.
Fliegenpilz Der Konsum von Fliegenpilz als Rauschmittel war insbesondere in Sibirien verbreitet. Die Wirkung tritt nach etwa 30 Minuten ein, je nach Dosierung kommt es zu Dösigkeit bis hin zum Dämmerschlaf, häufig werden farbige Visionen erlebt. Die Empfindsamkeit für Geräusche ist erhöht, die Größenwahrnehmung verändert. Gelegentlich wird der Rausch von starken Erregungszuständen eingeleitet und es kommt zu Aggressionsausbrüchen. Übelkeit, Erbrechen, Gangunsicherheit und Muskelzuckungen sind häufige Begleiterscheinungen des Rausches. Die Wirkung hält etwa fünf Stunden an. Da die wirksamen Substanzen des Fliegenpilzes über den Urin unverändert ausgeschieden werden, trank man in Sibirien bei Pilzmangel Urin.
Konsum Der Fliegenpilz wird roh gegessen, in Flüssigkeit eingelegt und dann mit dieser verspeist oder im getrockneten Zustand geraucht. Psilocybinhaltige Pilze
Während der ersten 30 bis 50 Minuten nach der Einnahme von psilocybinhaltigen Pilzen entspannt sich die Muskulatur und das Sehen verändert sich leicht. Es können Schwindelgefühl, Mattigkeit, optische und akustische Halluzinationen, Form- und Farbvisionen und das subjektive Gefühle höherer Einsichten folgen. Seinen Höhepunkt erreicht die Wirkung nach etwa ein bis anderthalb Stunden. Es gibt verschiedene psilocybinhaltige Pilze, die sich in der Konzentration des Wirkstoffes erheblich unterscheiden. Inbesondere die mexikanischen Pilze enthalten viel Psilocybin, bei den in Deutschland heimischen Pilzen ist die Konzentration wesentlich geringer. Zu den heimischen psyclocibinhaltigen Pilzen gehören die verschiedenen Düngerlingarten mit geringem Psilocybingehalt und der Spitzkeglige Kahlkopf mit mäßigem Psilocybingehalt. Zu den Gefahren: Siehe Allgemeine Infos (Foto mit freundlicher Genehmigung der Giftzentrale Bonn)
|