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Nachtschattengewächse In Deutschland heimische psychoaktive Nachtschattengewächse sind beispielsweise Tollkirsche, Stechapfel, Alraune und Bilsenkraut. Alle enthalten sie Alkaloide wie Scopolamin und Atropin, um nur die wichtigsten zu nennen. Beide können giftig wirken. Atropin beeinflußt über das parasymphathische Nervensystem (das dem Willen nicht unterliegt) Kreislauf, Herzschlag, Speichelabsonderung, Pupillenerweiterung, es aktiviert das zentrale Nervensystem. Die Wirkung äußert sich oft darin, daß man zu halluzinieren beginnt und mit imaginären Personen redet. Scopolamin ist eines der stärksten Halluzinogene, es beruhigt das zentrale Nervensystem. Man kann in einen Zustand der Passivität verfallen. Scopolamin wird von Verhörspezialisten als sogenanntes Wahrheitsserum eingesetzt. Höhere Dosierungen können zu Konvulsionen, erschreckenden Halluzinationen und Delirien führen. Oft folgt ein traumloser Schlaf mit kompletter Amnesie (man erinnert sich an nichts mehr). Sowohl Atropin als auch Scopolamin steigern das sexuelle Empfinden und wurden als „Liebeszauber“ eingesetzt. Typische Nebenwirkungen aller Nachtschattengewächse sind: Sehstörungen aufgrund von Pupillenerweiterung, unangenehm übersteigertes Tastgefühl, Herzklopfen, schweres Vergiftungsgefühl und Mundtrockenheit. Nachschattengewächse im Einzelnen: Bilsenkraut Stechapfel Tollkirsche Konsum
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