|
LSD (Lysergsäurediethylamid) gehört zu den potentensten Halluzinogenen. Der Stoff wurde ursprünglich aus dem Mutterkorn - einem Pilzbefall am Getreide - auf chemischem Weg gewonnen. Inzwischen ist eine vollsynthetische Herstellung möglich und üblich. LSD wurde in den 40er Jahren von der Pharmaindustrie entwickelt und war bis 1966 im legalen Handel. Der Wirkstoff - ein weißes bis beiges kristallines Pulver - wird in Tablettenform gebracht oder in Gelantine gelöst, die nach dem Aushärten in Stücke geschnitten oder gestanzt wird. Oder aber der Wirkstoff wird in Flüssigkeit gelöst und zur Einnahme auf Würfelzucker, Löschpapier, Filzstückchen oder Papierbildchen getropft. Generell erfolgt die Einnahme oral durch Schlucken bzw. indem die Trägersubstanz auf die Zunge gelegt wird. Nach der Einnahme kommt es zügig zu einem mehrere Stunden andauernden Rauschzustand mit starken Halluzinationen und Wahrnehmungsveränderungen und Veränderung der Orientierung, die Einbildungskraft ist erhöht und sowohl positive als auch negative Gefühle werden sehr viel intensiver erlebt. So besteht z.B. die Gefahr von "Horrortrips", auf die der Konsument hinauswährend der Wirkungsdauer keinerlei Einfluss nehmen kann. Durch die starke halluzinogene Wirkung sind unter LSD-Einfluss dramatische Fehlhandlungen (z.B. Suizidversuche, Angriffe gegen andere, Fehlverhalten im Straßenverkehr) möglich. Bei wiederholtem Konsum kann eine starke psychische Abhängigkeit eintreten. LSD-Konsum kann Depressionen, Angstzustände und psychotische Erkrankungen auslösen, die über die Einnahme der Droge anhalten. Bei LSD-Missbrauch kann es somit zu Psychosen, Persönlichkeitsveränderungen und bleibenden psychischen Schäden kommen.
|