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Bei Kokain handelt es sich um eine Aufputsch-Droge. Kokainhydrochlorid ist chemisch gesehen ein Salz, das unter Verwendung weiterer chemischer Substanzen aus den Blättern der Coca-Pflanze gewonnen wird. Die Cocapflanze ist in Südamerika beheimatet, wo das Kauen der Coca-Blätter bei den Indios seit hunderten von Jahren üblich war und ist, um die physisch harten Lebensbedingungen erträglicher zu machen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dieser Stoff von der Firma Merck als Narkosemittel auf den Medikamentenmarkt gebracht und auch Coca-Cola enthielt um die Jahrhundertwende tatsächlich geringe Bestandteile Kokain. Heute dagegen wird Kokain ausschließlich und in großem Umfang über den illegalen Drogenmarkt vertrieben. Kokain ist ein weißes, flockiges, kristallines Pulver. Es wird fast ausschließlich geschnupft ("gesnifft"), kann aber auch in Wasser gelöst injiziert werden. Kokain wirkt stark aufputschend, es führt zu hektischer Aktivität, Steigerung des Selbstwertgefühles und des Empfindens eigener Kreativität. Es löst einen überhöhten Kontakt-, Rede- und Bewegungsdrang aus. Hunger-, Durst-, Müdigkeits- und Kältegefühle werden betäubt. Durch dieses Wirkungsspektrum findet die Droge besonders in bestimmten Berufsfeldern wie z.B. Werbung, Film- und Musikindustrie, bei Börsenbroker u.ä. Verwendung, aber auch in der Szene. Mit einem Preis, je nach Reinheitsgrad, von ca. € 30,-- bis € 100,-- pro Gramm gehört Kokain zu den teuren Drogen. Massive psychische Abhängigkeit kann bereits nach kurzer Zeit eintreten, zumal bei wiederholtem Konsum zum Erhalten der Wirkung eine Dosissteigerung unumgänglich ist. Kokainmissbrauch kann Atemstörungen, Herzschwäche, Reizung und Zerstörung der Nasenschleimhäute, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen und Persönlichkeitsveränderungen mit aggressivem Verhalten hervorrufen. Ferner kann es zu Leberschäden, Depressionen, Halluzinationen und Verfolgungswahn kommen. Im Endstadium chronischen Kokainmissbrauchs ist ein völliger körperlicher Verfall möglich.
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