Guddy05
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Rückfall

Was kann man tun, damit es nicht zu Rückfälle kommt?

  1. muss man etwas tun für sich und seine Ziele. Denn wenn man sich selbst, seine Fähigkeiten und seine Sicherheit gegenüber dem Suchtmittel richtig einschätzt und seine Ziele kennt, muss man für aktiv werden.
    Aktivität meint vor allem, dass man sich selbst weiterentwickelt, indem man positives Denken und Handeln einübt, z.B. zu seinen eigenen Gefühlen steht und sie direkt äußert, indem man seine eigenen Rechte und die der anderen achtet, indem man Vermeidungshaltungen unterbindet, auf andere Menschen zugeht, regelmäßig etwas für sein körperliches Wohlbefinden tut (tägliche "Körperzeit"!), die Selbsthilfegruppe besucht sowie Ehrlichkeit und Klarheit zur Richtschnur seines Handelns und Denkens macht. Jede Abweichung davon sollte als Warnsignal betrachtet werden, dass Anlass zur Selbstprüfung ist. Kurz gesagt geht es hier um "den Mut, Dinge zu Ändern, die ich ändern kann", und die Ausbildung der Fähigkeiten für. Besonders wichtig ist die Kenntnis und  Ausführung von Umkehr- oder Abzweigmöglichkeiten, wenn man die oben genannten "Warnsignale" auf seinem Lebensweg wahrnimmt.
  2. ist eine realistische Selbsteinschätzung notwendig. Sie ist schon deshalb wichtig, weil man sonst seine Ziele zu hoch oder zu niedrig setzt und dann aufgibt. für eine realistische Selbsteinschätzung ist die Rückmeldung aus einer (Selbsthilfe-) Gruppe von  großem Wert. Zentral für das Selbstbild jedes Abhängigen ist das Anerkennen der eigenen  Unfähigkeit, "normal" mit Suchtmitteln umgehen zu können. Nur auf dieser Grundlage kann sich die Weisheit entwickeln  zwischen dem, was man ändern kann, und dem, was man hinnehmen will, zu unterscheiden.
    Zur Selbsteinschätzung gehört auch die Fähigkeiten, "Warnsignale auf dem abschüssigen Weg zur Flasche oder Pille" rechtzeitig  zu erkennen.
  3. benötigt man positive Ziele, für die es sich lohnt, abstinent zu bleiben. Abstinenz selbst ist nämlich kein Ziel an sich, denn Abstinenz ist etwas, was man nicht tut: Nicht-Trinken. Ziele sind solche, die von sich aus dazu beitragen, dass Abstinenz daraus folgt, z.B. aktive Freizeitgestaltung, Selbständigkeit und schrittweise Lebensplanung. Wichtig ist  dabei vor allem, dass die Annäherung an die Ziele für den Betreffenden persönlich befriedigend ist und er es nicht nur für andere tut.
    Insgesamt sollte man bei seiner Lebensgestaltung darauf achten, dass ein gesundes Verhältnis zwischen dem, was man soll oder muss und dem, was man will oder mag, erreicht wird. Wer zu viel als "Muss", "Soll" oder gar alles nur als Pflicht erlebt, glaubt nämlich leicht, dass er sich für einen  Ausgleich schuldig ist, dass er "sich auch mal etwas gönnen sollte". Und das ist dann nur zu oft der  Alkohol.
  4. muss man die Gelassenheit haben, anzuerkennen, was man nicht ändern kann und daraus gegebenenfalls die Konsequenzen ziehen: Wenn die Umwelt anders ist, als ich sie haben möchte, ich sie trotz meiner Versuche nicht ändern kann und ich sie aber auch nicht aufgeben will, dann muss ich sie hinnehmen. Wenn ich mir mein Leben vermiesen will, kann ich mich  ständig darüber beklagen, aber ich kann es auch gelassen hinnehmen, wenn ich will.

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